Das Geheimnis des verlorenen Speicherstick

von | Nov 28, 2018 | Mindset, Soul Signature Business | 0 Kommentare

Es ist einer dieser graumatschigen Novembernachmittage, die einen ab vier Uhr nachmittags – spätestens – in tiefste Depressionen stürzen.

Missgelaunt schiebe ich mit einem sperrigen Mistding aus Eisen durch ein enges Labyrint aus Weihnachtskugeln, quäkenden Plüschrentieren, die mit dem Kopf wackeln, dass einem schon beim Zuschauen kotzschlecht wird und vorbei an fetten weißen Steinengeln, die selig grinsend auf einer weißen Steinkugel hocken.

Während ich versuche, das Ungetüm von Einkaufswagen unfallfrei durch die heilige vorweihnachtliche Dekolandschaft zu bugsieren, haue ich mit peilgenauer Schmerzhaftigkeit wie immer das rechte Schienbein vor die untere Eisenverstrebung.

Heilige Scheiße.
Bin ich eigentlich die einzige, die sich jedesmal blaue Flecken an einem Einkaufswagen schlägt oder bin ich die Einzige, die immer genau das Exemplar mit einem an der Kasse gewechselten Eurostück auslöst, bei dem die Räder quer zur Fahrtrichtung über den Boden fauchen, was zum einen enormen Kraftaufwand bei der Fortbewegung bedeutet und zum anderen regelmäßig zu empfindlichen Zusammenstössen führt, wenn meine Füße mal wieder schneller sind, als das Sperrgut vor mir.
Ich reibe mir das Schienbein und warte darauf, dass der Schmerz nachlässt.

Während dieser Zwangspause stöckelt ein pechschwarzgelockter und weißbepelzter Barbieverschnitt an mir vorbei. Hinter ihr folgt graumeliert und gutbetucht Daddy.

„Schahaatz“? flötet Barbie, „den da will ich haben“ und deutet auf einen LKW-wagenradgrossen Adventskranz mit weiß-silbernen Schleifen, 4000 weißen Kugeln, etwa 40 Tonnen silbrigem Engelshaar und 4 weißen Kerzen, die jedem Altar alle Ehre machen würden.

Unwillkürlich ziehe ich den Kopf ein, weil ich fürchte, dieses Monument adventlicher Dekorationswut könne sich vom Haken lösen und mir beim Aufprall die Lebenslichter stilvoll ausblasen. „Ist der nicht waaaahnsinnig repräsentativ? Und er würde so perfekt zu dem großen weißen Engel passen. Du weißt schon, der auf dieser Steinkugel sitzt, den ich letzte Woche in München gekauft habe“. Schahatz lächelt milde und sagt gönnerhaft, ganz Suggardaddy: „Aber sicher mein Engel. Lass uns mal jemanden vom Personal suchen.“
Er wirkt wie ein fetter Kater, der grade eine riesige Schüssel Sahne verdrückt hat. Sehr selbstzufrieden und sehr satt.

Irgendetwas setzt in diesem Augenblick bei mir aus. Während Schahatz und Barbie sich auf die Suche nach einem dienstbeflissenen Gartencenter-Angestellten machen, fege ich in der nächsten Sekunde die singenden Rentiere von ihrer Holzkiste und plaziere dieselbe unter dem Kranz.
Kurzerhand klettere ich auf das wackelige Hilfsmittel und löse die Aufhängung des Kranzes von seinem Fleischerhaken.
Dieser Augenblick geistiger Umnachtung bringt mich gefährlich ins Schwanken und nur ein wenig eleganter Ausfallschritt in Richtung des Rentierhaufens, den ich hinterlassen habe, bewahrt mich davor, unter dem Zentnergewicht des Wagenrads zusammenzubrechen.

Mit letzter Kraft wuchte ich den Kranz auf die Ablagefläche meines Einkaufswagens. Nach dieser Kraftanstrengung muss ich erst mal verschnaufen. Während sich der Nebel in meinem Hirn langsam zu lichten beginnt, betrachte ich meine Ausbeute und beginne mich zu fragen, wo zur Hölle ich das Ding in meiner kleinen Zweizimmerwohnung überhaupt plazieren soll.

„Schahaatz“. Eine weinerliche, empörte Sirene unterbricht langgezogen meine Überlegungen. Diese Stimmlage sollte waffenscheinpflichtig sein. Angriffslustig hebe ich meine Blick und starre Barbie in die schwarzumrandeten Augen. „Das ist mein Kranz“, empört sie sich. „Wolfgang, jetzt sag doch auch mal was“ – weinerlicher Unterton und hilfesuchender Blick in Richtung Zuckerpapi, der etwas überfordert ob des sich anbahnenden Zickenkrieges hinter ihr auftaucht. Manmanman… sind wir hier im Sandkasten, oder was? „Falsch, das ist mein Förmchen“, grinse ich ihr demonstrativ ins Gesicht. „Aber dein Papi kauft dir sicher ein anderes“.

Hocherhobenen Hauptes drehe ich mich um, und mache mich mit dem Hochgefühl einer Siegerin auf den Weg zur Kasse. Ich bin 28 Jahre alt, ich bin Single, ich habe einen Job und ich kann mir waaahnsinnig repräsentative Weihnachtsdekorationen selber kaufen. Jawohl. Mein Abgang hätte würdevoller sein können, wenn ich nicht schon wieder vor den Mistwagen getreten hätte. „Ohh duuu fröhlichehe, ohh duuu seeligehe…“ quäkt mir der Rentierhaufen hinterher und schüttelt kollektiv mit dem Kopf.

Heilige Scheiße.

🎅🎅🎅

Dieser Text ist etwa 17 Jahre alt und ich habe ihn gestern auf einem der beiden alten Speichersticks gefunden.
Die wiederum ich beim Aufräumen
wieder gefunden habe.
Zusammen mit zig anderen Texten.

Ja, dieser ist autobiographisch.
Gut, dass Du fragst 😀

Und ich hatte ihn ganz vergessen.
Den Stick, den Text – und diese Begebenheit.
Im Gegensatz zu dem blauen Schulheftheft von 1980, welches ich mir zum persönlichen Erzählheft zweckentfremdet hatte. Welches meine Mutter durch die Jahre gerettet und mir irgendwann mal zurück gegeben hat.

„Gruselgeschichten. Und Lustige. Geschichten“.
Mit 7 ist das Leben einfach.
Entweder etwas ist gruselig.
Oder lustig.

Irgendwann fing es an,
mir etwas komplexer zu erscheinen.

Aber das soll ein anderes Mal erzählt werden 😀.

Der Punkt heute ist,
wie mir gestern klar wurde,
ich habe IMMER schon geschrieben.
Seit ich schreiben kann.

Das Leben
schreibend verarbeitet,
für mich alleine,
auch wenn es nie jemand oder kaum jemand zu Gesicht bekam.
Und später schreibend anderen geholfen,
beim Verarbeiten.

2001 – das Jahr aus dem der obige Text stammt, waren Blogs noch in den Babyschuhen. Geschrieben habe ich trotzdem. Es sollte noch 12 Jahre dauern bis ich mit dem „Wonderland“ das erste deutschsprachige, persönliche Blog über den Abschied vom Kinderwunsch veröffentlichte. Unter dem Pseudonym „Isa Wonderland“ 😃

Und von dort an nochmal weitere 3 Jahre, bis ich als Coach auch unter meinem Klarnamen anfing öffentlich zu bloggen.

38 Jahre nach dem blauen Schulheft ist Schreiben (und das Vloggen/Streamen) tatsächlich zu DEM Hauptpfeiler meines Business geworden. Ich erreiche nach etwas über 2 Jahren online 30 TSD Menschen über meine Social Media Kanäle. Mit meinen Texten. Mit MEINER Kunst. Mit meiner Message.

Meine Kunstform, meine Ausdrucksform ist Sprache.
Das Schreiben.
Immer schon gewesen.

Egal ob in blauen Schulheften,
Notizbüchern,
mit dem ersten PC
oder auf dem Tablet.

Egal ob lange Jahre nur für mich alleine –
oder heute für die vielen Menschen meiner Community.

Egal, ob es jemals jemand zu Gesicht bekommt
– oder nicht.

Und immer ging und geht es mir … um das Leben.
Um die Gruselgeschichten des Lebens.
Und Lustige. Geschichten.

😀

Und am Ende …. finde ich auch in den „Gruselgeschichten“… IMMER etwas Lustiges.
Ein Fünkchen.
At least.

Auch das ist immer schon so gewesen.

Und dieses Fünkchen reicht,
um daraus immer wieder auf`s neue
das Feuer anzuzünden –
und weiter nach vorne zu gehen.

Um bewusst zu manifestieren,
mein Leben,
mein Business,
nach MEINEM Drehbuch.

Was ist es, was DU niemals in Deinem Leben lassen könntest?
Und was wäre, wenn Du genau davon sogar
verdammt gut leben könntest?

Sozusagen als Kirsche auf der Sahne? ❤️

Vergiss nicht,

Life is too short to be boring!

xo, Christina

P.S. Am 01.12. startet mein erfolgreichstes Programm, die Academy, in ihre 4. Runde 🔥

8 Wochen lang deep work & konkrete Umsetzung für DEINEN Traum vom ortsunabhängigen Business.

No Bullshit. Keine Zeitverschwendung. Keine Schablonen für das xte „me-too-Business“ am Markt.

Du gehst deinen Weg von Innen nach Außen. Hin zu deinem 6-stelligen Geschäftsmodell, deinem eigenen Bestseller Portfolio als Coach, Trainer oder Berater, deinem eigenen leicht umzusetzenden Marketingplan, super flow und mindshifts, die sich gewaschen haben 😎

Die ersten Plätze sind – noch vor dem offiziellen Launch Start – bereits vergeben gewesen (logisch 😅 #highvibetribe halt 😍) und die Teilnehmer schon in die FB Gruppe eingezogen.

Für noch EINEN Teilnehmer, der jetzt als nächstes dazu kommt, gibt es sogar noch den MEGA BONUS 😍🤩🔥

1 MONAT wird ein Top Facebook Marketingexperte deine Kampagnen aufsetzen und betreuen.

WENN NICHT JETZT –
WANN DENN BITTE DANN ???

Who is next? 🤩

Schreib mir einfach eine PN, wenn du weitere Infos haben möchtest!

Much love

Christina

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