Es ist Zeit Entscheidungen zu treffen | Christina Baier

Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich auch permanent unterwegs war. Als Spezialistin für Führungskräfteentwicklung Vertrieb. Morgens in irgendeinem Hotelzimmer wach werden. Mühsam orientieren. Hotelkette erkennen, aber sich noch halbschlafend fragen, in welcher Stadt zur Hölle ich gerade war. Um danach den Tag in Konferenzräumen zu verbringen, von denen meist einer dem anderen glich.
Die Königsmacherin hat man mich hinter meinem Rücken genannt. Denn die Ergebnisse der Management Audits und Potentialanalysen und AC die ich durchführte entschieden über die weitere Karriere. In beide Richtungen.
Viel Verantwortung, spannende Tätigkeit, Einfluss. 18 Stunden-Tage. Arbeiten auf Zuruf der Vorstände.

Für viele ein Traum.
Für mich hatte er nach ein paar Jahren den Glanz verloren.

Denn je älter ich werde, desto mehr gewinnt mein #1 Wert an Gewicht. FREIHEIT! Bezogen darauf, WAS ich WANN, WO arbeite. Und MIT WEM.

Die finanzielle Freiheit folgte natürlich.
Das Erreichen finanzieller Ziele ergab und ergibt sich als Folge aus all dem. Und zwar #onrepeat. Ich weiß, dass das so richtig Scheiße klingen kann, sowas zu hören, wenn einem finanziell das Wasser eher am Hals steht. Das ewige Gerede über Klarheit, Konsequenz und dass man sein Leben buchstäblich selber KREIERT aka MANIFESTIERT.

Manche wollen es nicht glauben und suchen verzweifelt nach immer neuen STRATEGIEN. Um endlich den Durchbruch zu schaffen, um sich dann endlich alles leisten zu können. Um sich dann endlich mal happy und ENTSPANNT fühlen zu dürfen. Dabei geht der Weg andersrum.
Andere verzweifeln, weil sie Bücher übers Manifestieren rauf und runter gelesen haben ohne dass sich für ihr eigenes Leben wirklich etwas verändert hätte… und sie fragen sich, wo der verdammte „missing link“ ist.

Das zumindest sind die beiden Zustände, in denen UnternehmerInnen zu mir kommen.
Und die Frustration im Blick spricht oft Bände. Und ich versteh das! Ich habe solche Phasen selber erlebt. Wenn du dich fragst, ob „die“ dich eigentlich alle nur verarschen wollen, mit diesem Gerede.

Ich hab in solchen Phasen im Leben immer schon eins gemacht. Mich bei denen angedockt, die bereits leben und haben, was ich gerne hätte. Und zwar RICHTIG angedockt. Jenseits ihrer Social Media Auftritte, kostenfreien Inhalte, Webinare und Bücher.

Ich habe investiert, oft auf den ersten Blick – von der Perspektive aus betrachtet, die mir jeweils möglich war, von dort wo ich selber jeweils stand – wahnwitzige Summen, um von und mit ihnen lernen zu dürfen.
Ich habe persönliche Kontakte geknüpft. Beziehungen aufgebaut zu und mit Menschen, die mich inspirierten.

Und all das tue ich KONTINUIERLICH. Bis heute.
Auch mit über 25 Jahren Vertriebserfahrung UND als Pädagogin/Psychologin bin ich nie in die Falle getappt, zu glauben, ich wisse genug, um den nächsten Entwicklungsschritt alleine gehen zu können. Das zu glauben ist der teuerste Fehler, den man machen kann.

Wenn du mehr als ein Jahr auf der Stelle trittst oder nur sehr langsame Fortschritte machst, dann ist es Zeit, Entscheidungen zu treffen!
Und genau hinzuschauen. Bezeichnest du dich als Coach – aber du führst hauptsächlich kostenfreie Gespräche? Oder verkaufst hier und dort mal ein paar Einzelstunden? Wärst du gerne Unternehmerin, aber ehrlich gesagt ist das, was du tust, bloß kostenfrei zu bloggen? Kunden … Keine oder zu wenig in Sicht?
Oder hast du dir Anfangserfolge erarbeitet, aber du arbeitest dich kaputt ohne dass du noch Fortschritte machst?

Du musst hinschauen, Honey! Auch wenn es weh tun mag. Und aufhören, dir in die Tasche zu lügen. Wenn du willst, dass sich WIRKLICH etwas ändert, musst du die Dinge ANDERS angehen, als bisher.

3 Fragen dazu für dein Journaling:
Was und wie möchte ich WIRKLICH leben?
Woran bin ich bislang gescheitert?/Warum habe ich es noch nicht erreicht?
Bin ich bereit, zu sein und zu tun, was nötig ist?

Vergiss nicht….
Life is too short to be boring