Gehe und vertraue | Christina Baier

Vor einigen Tagen hat mich eine Teilnehmerin meiner aktuellen VIP-Lounge  sinngemäß gefragt, was man tun solle, wenn man nicht wirklich konkret, detailliert für sich sehen kann, was man wirklich will. Oder für was man gemeint ist. Wenn die inneren Bilder dazu fehlen, wenn man sich nicht vorstellen kann, was die nächste Version von einem selbst im Jetzt TUN würde.

Die Befürchtung, keine wirkliche Vision zu haben, ist sogar ziemlich weit verbreitet.

Dream big – ist eine tolle Message, die Erlaubnis dazu, aufzumachen, sich Träume nicht zu verbieten, über die Grenzen des Möglichen hinaus zu denken… Aber für manchen mag “Dream Big” auch Druck erzeugen. Und Druck ist der Tod der Vorstellungskraft. Wenn wir unter Druck stehen sind wir nicht mehr offen für das Mögliche. Wir funktionieren auf Autopilot. Also so ziemlich das letzte, was wir brauchen können, wenn wir Veränderung, Wachstum und leaping forward wünschen.

Ich glaube, dass es vor allem darum geht, RAUM zu schaffen. RAUM, für neue Ideen. Raum für neues Denken. Und damit auch Raum für neues Tun.

Zum einen hilft alles, was uns RAUS aus dem Stress bringt – raus aus der Problemorientierung. 
Und alles, was uns mit der Quelle verbindet. 
Mit unserer Kreativität.

Was auch hilft, ist uns aus unseren Routinen zu reißen. 
Bewusst etwas neues zu tun und es anders zu tun. 
Und wenn es nur die Bettseite wechseln, einen anderen Weg zur Arbeit nehmen oder die Abendroutine verändern ist. .. whatever…. Alles, was uns aus dem GEWOHNTEN Muster reißt.

Was auch hilft, ist Neues ZU SEHEN und zu ERFAHREN. 
Orte aufzusuchen, an denen du noch nie wahrst. 
Und dir vorzunehmen, sie mit allen Sinnen zu erkunden. (Oder mit so vielen, wie machbar)

Das muss nicht gleich der Wochenendtrip nach *RomParisNewYorkLondon* sein – vielleicht ist es auch einfach der Besuch einer kleinen Kapelle – in der du noch nie warst. 
Ein Wald, den du noch nie erlaufen hast. 
Ein Kino, in dem du noch nie einen Film geschaut hast.

INSPIRATION lässt sich nicht planen. 
Sie kommt zu den unmöglichsten Zeiten. Sie entsteht meist dann, wenn Routinen unterbrochen sind, wenn wir Zugang zum Unbewussten finden, wenn wir uns neuen Eindrücken und Erfahrungen gestellt haben – und weder Unter – noch Überfordert sind im Gefühlserleben.

Und die Sache mit der Vision? Dem großen Warum? Das Big Picture? Was, wenn du nicht, seit du denken kannst, Herzchirurg*in, Bestsellerautor*in oder die nächste Beyonce oder ein berühmter Jazz-Pianist werden wolltest. Was, wenn das, was in dir ist …. eher diffus ist, bislang. Da… und doch nicht da… Fast klar… und irgendwie doch immer knapp daneben.

Was, wenn du ewig das Gefühl hast, du bekommst es nur beinahe zu fassen. Deine Ziele sind exciting, groß, durchaus – aber … sie sind es einfach nicht. Und du weißt, dass sie ES nicht sind.

Was es dann braucht ist Vertrauen. 
Vertrauen, dass sich die Dinge zeigen werden, wenn der richtige Moment gekommen ist. Dass du erkennen wirst, was es ist, wenn es soweit ist. 
Vertrauen, dass du weißt, dass du weißt, dass du weißt…. worin der Sinn deines Lebens besteht. At least dieser Inkarnation (je nachdem, an was du so glaubst) … und dass du an dieses innere Wissen heran kommst, wenn du dich dem Prozess hin gibst UND wenn du täglich die Intention setzt, alles zu tun, was nötig ist, um dahinter zu kommen.

Und wenn du TUST … die Ziele dazwischen verfolgst. Die Ideen, die du hast … auch wenn sie sich nicht 100 % nach DEM Ding anfühlen. Auch wenn du weißt, das ist es noch nicht ganz…

Wir haben eine Vielzahl von Optionen in uns angelegt, die wir leben können. Je nachdem, für was wir uns entscheiden. 
Stell dir das vor, wie ein Kaleidoskop. 
So viele Möglichkeiten, ein immer neues Bild zu erzeugen.

Vielleicht gehört dies für die meisten Menschen sogar dazu. 
Was wäre, wenn du wüsstest, dass du all diese Erfahrungen als Teil des Prozesses BRAUCHST – der irgendwann rückwärts betrachtet nur so und niemals anders hätte Sinn ergeben können.

Der Punkt ist – glaube ich 

Es gibt Dinge, die kannst du nicht für dich sehen, 
bis du sie für dich sehen kannst.

Und manches kannst du nicht glauben, 
bis du es glauben kannst.

Und manches kannst du nicht glauben, 
bis du dir die vollständige Erlaubnis dazu gegeben hast.

Es gibt Dinge, 
die klicken. 
Plötzlich. 
Und dann ist es, als wäre es immer schon da gewesen.

Und das ist es ja auch. 

Der Moment, wo alles an seinen Platz fällt. 
Der Moment, an dem das ganze Leben, jede Erfahrung, jedes Erlebnis rückwärts betrachtet bis zu diesem Punkt auf einmal f*cking Sinn macht.

Vielleicht kommt der Moment in aller Stille für dich daher. 
Vielleicht auch mit Pauken und Trompeten, Engelschören und viel Konfetti. I don’t know. Ist ja dein Weg.

DU wirst es wissen, 
wenn es soweit ist. 
Du wirst wissen, 
WAS es ist. 
Denn da wird kein Millimeter mehr 
Platz für Zweifel sein. 
Solange du im Gefühl bleibst – 
Und nicht der Logik das Feld überlässt, 
die versuchen wird, nochmal dazwischen zu funken.

Und der Moment des Erkennens
ist magisch.

Und dann… 
geht der Spaß erst richtig los. 
Denn die Verantwortung dafür, 
ob du jemals leben wirst, 
was in dir ist, 
liegt bei dir.

Und was du dann brauchst ist… 
Vertrauen. Schon wieder. 
Jetzt guck nicht so. 
Verschnupft.

Vertauen, dass du es leben kannst.

Aber das Ding mit dem Vertrauen 
hast du bis dahin ja schon ausreichend geübt.

Also…

Gehe und vertraue!

Und vergiss nicht…

Life is too short to be boring!

x
Christina