Ohne Kunst wird es still | Christina Baier

„Ohne Kunst und Kultur wird’s still.“ Die wohl bekannteste Kampagne, mit der auf die Folgen von Corona und Lockdown für eine gesamte Branche und uns als Gesellschaft aufmerksam gemacht werden soll.

Ich verstehe die Gefühle dahinter und die Intention. UND ich halte es nicht für uneingeschränkt hilfreich. Denn so wird der gesamte Fokus auf den Verlust gelenkt. Der als endgültig erzählt wird.

Der Hashtag folgt der Annahme des Entweder – Oder. Entweder wir haben die Möglichkeiten der Welt, wie wir sie bislang kannten – oder wir sterben.

Allein… Die Tatsache, dass Kunst und Kultur in der Offline Welt lahmgelegt sind, bedeutet nicht, dass sie grundsätzlich lahmgelegt sind.

Das Sterben der Form bedeutet nicht, dass der Inhalt sterben muss.

Interessant ist, dass Künstler selbst AUCH immer schon damit gearbeitet haben, das Bekannte, das Bestehende in Frage zu stellen, aufzubrechen oder gar zu zerstören, um etwas Neues zu schaffen. Um Wiederauferstehung zu feiern. Dem Neuen Raum zu geben.

Es scheint, als wäre die Zerstörung des Bestehenden von Außen weit ungeliebter. Und ich verstehe auch das. Jeder Zorn, all die Wut angesichts der Verluste ist wahr(haft). Wut sitzt als Gefühl vor Trauer. Wie ein Korken. Und beides ist eine vollkommen normale (Erst-)Reaktion auf Verlust.

Doch in ihr zu verweilen wird giftig.

Die Alternative dazu liegt nicht darin, sich Scheiße schön zu reden. Sie liegt nicht im angestrengten, gewollten, ja gezwungenen positiven Denken.

Es geht um BEWUSSTES Denken.

Es geht nicht darum, das Glas „halbvoll ODER halbleer“ zu sehen. Der entscheidende Shift besteht darin zu erkennen, dass das Glas wieder gefüllt werden kann. Egal ob ich denke, es ist halb-voll oder halb-leer.

Und für die echten Rebellen liegt noch eine andere Möglichkeit nahe: Zerstöre das Glas. Vernichte die Form. Selbst. Und schöpfe aus den Fragmenten des Alten etwas Neues.

Genau diesen Weg gehe ich mit meinen Klienten. Die gegen den Trend aufsteigen, wachsen, als Künstler und kreative Unternehmer… Statt unterzugehen.

Es liegt mir fern, die Verluste aller anderen klein zu reden. Dont get me wrong! Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Post den einen oder anderen triggert ist hoch.

Ich bin hier, um dich daran zu erinnern, dass du niemals das Opfer äußerer Umstände bist. Es sei denn… du machst dich selbst dazu.

Ich bin hier, um dich daran zu erinnern, dass es gut ist, sich getriggert zu fühlen. Denn hinter einem Trigger geht’s weiter für dich.

Und beides, Freunde der Kunst, sind gute Nachrichten.

Und außerdem?

Folge der Freude und vergiss nicht…

Life is too short to be boring!

Love,

C.