Was macht deine Community aus? | Christina Baier

Wenn ich dich fragen würde, was macht deine Community aus?
Könntest du mir das beantworten?

Wenn ich dich fragen würde,
was beschäftigt die Menschen, die dir folgen?
Wüsstest du es?

Wüsstest du es WIRKLICH?

Wenn ich dich fragen würde,
was treibt deine Fans, deine Follower, deine Klienten, deine Kunden,
die Käufer deiner Musik, deiner Kunst, deiner Bücher, deiner Kurse,
deiner Produkte und Services an?
Wofür leben sie? Wofür brennen sie?
Wofür würden sie alles geben?
Was hält sie nachts wach?
Was tun sie in ihrer Freizeit und wofür engagieren sie sich?
Welche Bücher lesen sie, welche Musik hören sie, welche Veranstaltungen besuchen sie?
Wovon träumen sie, wovor haben sie Angst?
Wo leben sie und wovon leben sie?
Mit wem gehen sie aus?
Wen lieben sie und was hassen sie?

Könntest du mir das beantworten?
Falls ja – bist du eine Ausnahme.
Denn meisten können es NICHT.
Nicht in der Tiefe.
Maximal oberflächlich.

Und genau das ist der Grund, warum Marketing nicht funktioniert.
Egal, ob organisch oder bezahlte Werbung.

Die meisten, die zu mir kommen, um mit mir zu arbeiten, haben mindestens eins von 2 Problemen und vielleicht erkennst du dich hierin wieder:

#1 Sie brauchen mehr Klienten/Kunden/Fans/Engagements/Aufträge
#2 Sie werden nicht hoch genug bezahlt.

Die meisten, die zu mir kommen, sind Kreative – egal in welcher Branche sie gelandet sind. Es sind Coach-Kollegen, Musiker, Fotografen, Schauspieler, Content Creator/Influencer, Autoren, tbc…

Und ziemlich sicher gehören alle in eine von beiden Gruppen:

Für die einen ist Marketing ungefähr so nice wie Zahnziehen ohne Betäubung – für die anderen ist es Part des Showbusiness und sie begreifen es als eine Art Zugabe für ihre Community/ihre Fans. Nur eben auf einer anderen Bühne.

Funktionieren tut es für beide nicht.
Nicht wirklich.
Marketing Spezialisten sprechen davon, dass du einen Kunden-Avatar anlegen sollst.

Das alles klingt ziemlich dröge und theoretisch.
Und mühsam – und die meisten scheitern daran.
Nicht nur einmal.

Was soll der Sch… also?
Hast du dich das auch schon mal gefragt?

Das Ding ist … Marketing bedeutet –
INSBESONDERE für Personal Brands –
aber nicht nur –
dass eine Beziehung aufgebaut wird.
Und Beziehung – zumindest gesunde Beziehungen –
sind keine Einbahnstraße.

Es geht nicht nur darum,
dass die Menschen DICH kennen lernen,
dass du dich zeigst.
Sondern auch darum, dass DU die Menschen, die dir folgen –
und die deine physischen oder digitalen Produkte, Services, Veranstaltungen kaufen sollen, kennst.

Insbesondere für Kreative ist das manchmal etwas … sagen wir herausfordernd.
Die Kunst ist die Kunst, die Message ist die Message,
sie ist wie sie ist –
und sollte nicht kompromittiert werden –
um damit mehr Geld zu verdienen.

Und ich gebe dir Recht.

Aber wahr ist auch… die Kunst, die Message, deine Arbeit mit, am und für Menschen
ist am Ende
eben genau das
FÜR Menschen.

Dein Talent ist nicht dein Talent.
Es ist ein Geschenk für die Welt.
Und mit dem Talent, mit deiner Begabung,
mit deinen Fähigkeiten
mit diesem Geschenk kommt auch etwas anderes.
Nämlich Verantwortung.

Don’t take yourself so damn serious.

Du bist der Botschafter – nicht die Botschaft.
Du bist der Künstler – nicht die Kunst.

Und deine Aufgabe ist es auch,
dafür zu sorgen,
dass Message, Kunst, Produkt, Service tbc.
bei den Menschen ankommt.
Im Sinne von, dass es sie erreicht.

Du musst ihre Aufmerksamkeit gewinnen.
Und in Beziehung gehen mit ihnen.

Dann und nur dann kannst du mit dem,
was von dir und durch dich kreiert wird,
wirkliche Veränderung bewirken.
Einen Unterschied machen.
Ein Vermächtnis hinterlassen.

Vergiss mal die Nummer mit
„erstelle einen Kunden/Fan Avatar“
und führe dir vor Augen, dass du die Menschen,
mit denen du in Beziehung stehst,
die dir wichtig sind,
in der Regel sehr gut kennst.
Oder?

Aha.
Und das trifft NATÜRLICH AUCH auf deine Community zu.

Wie willst du die Menschen ansprechen,
so dass sie dich verstehen,
wenn du sie eigentlich überhaupt nicht kennst?
Wie willst du sie abholen –
wenn du keine Ahnung hast,
wer sie sind?

Übertragen wir das mal zurück auf den Marketing Sprech…
okay – auf meine Art.

Wenn du keinen Plan hast,
FÜR WEN deine Produkte, Services, deine Kunst einen Unterschied machen,
wer von deinem Coaching oder deiner Dienstleistung am meisten profitiert,
WER sich am meisten an deiner Musik erfreut,
wer es lieben würde, deine Bücher zu lesen,
wer diese Menschen sind,
welche Stereotype sie erfüllen,
dann kannst du es knicken, deine Reichweite mit Hilfe von Werbeanzeigen erhöhen zu wollen.

Denn du kannst zum Beispiel Facebook nicht anhand von Vorgaben beschreiben,
an wen sie die Anzeigen ausliefern sollen.
Das ist so, wie wenn du mit `nem Weihnachtspäckchen zur Post latschst,
geduldig in der Schlange wartest und dann
dem Schalterbeamten strahlend verkündest,
du würdest das gerne verschicken.
Und auf die Frage „Gerne, und wohin soll`s gehen“
fragend mit den Achseln zuckst.

„Organisch“ funktioniert das übrigens genau so wenig.
Wenn du die Menschen nicht ansprechen kannst,
so dass sie dich verstehen,
weil du sie nicht kennst.
Wenn du versuchst,
ALLEN zu gefallen,
oder alle „retten zu wollen“,
verspielst du die Chance,
die Richtigen zu treffen.

Diejenigen, für die
deine Message,
deine Kunst,
deine Arbeit,
WIRKLICH
gemeint ist.

Also honey… mach deine „Marketing-Hausaufgaben“.
Lerne die Menschen kennen,
für die du da bist.
Interessiere dich für sie.
Bis in`s kleinste Detail.
So wie für jeden anderen Menschen,
der dir wirklich am Herzen liegt, auch.

Ein Marketer würde sagen: „Get obsessed with your market“.

Er meint dasselbe.
Er drückt es meist bloß anders aus.
Die meisten Online Marketer arbeiten nämlich nicht (so gerne) mit Kreativen.
Wir sind ihnen zu kompliziert.
Also nicht ihre Zielgruppe.
Nicht ihr tribe.

Got it?

Fein.

Und vergiss nicht,

Life is too short to be boring!

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